Mare Fecunditatis

Mare Fecunditatis (im Zentrum) aufgenommen mit einem Orion OMC 200 Maksutov Cassegrain Teleskop und einer ZWO ASI 174 MM Kamera (Mondalter 7,2 d).

Mare Fecunditatis (im Zentrum) aufgenommen mit einem Orion OMC 200 Maksutov Cassegrain Teleskop und einer ZWO ASI 174 MM Kamera (Mondalter 7,2 d).

Das Mare Fecunditatis ist eine Ebene mit einem Durchmesser von 840 km auf der uns zugewandten Seite des Monds mit den selenografischen Koordinaten 7,83° S 53,67° E (IAU WGPSN).

Umgeben ist das Mare Fecunditatis vom Mare Nectaris im Südwesten, dem Mare Tranquillitatis im Nordwesten, dem Mare Crisium im Nordosten und dem Mare Spumans im Osten.

Am 20. September 1970 landete die russische Sonde Luna 16 im Nordosten des Mare Fecunditatis (0,68° S 56,30° E), einen Tag später startete sie wieder und brachte 101 g Mondgestein auf die Erde zurück.

Die chinesische Sonde Chang’e-1 schlug am 1. März 2009 im Nordosten des Mare Fecunditatis (1,50° S 52,36° E) auf.

Im Gegensatz zu vielen anderen Mare zeigt das Mare Fecunditatis keine Massenkonzentration im Zentrum (Muller 1968).

Das Höhenprofil, auf der Basis von Daten der Lunar Reconnaissance Orbiter Camera, in Nord/Süd- bzw. West/Ost-Richtung durch das Zentrum des Mare zeigt, dass der Boden in Ost/West-Richtung recht konstant 2 km tief ist in Nord/Süd-Richtung allerdings von 2,5 km Tiefe beständig ansteigt und gegen Ende auf einem Plateau von 1 km Tiefe endet. Sehr auffallend im Höhenprofil in Ost/West-Richtung ist der Krater Langrenus mit einer Tiefe von etwa 4,5 km.

Höhenprofil deMare Fecunditatis durch das Zentrum in West/Ost- und Nord/Süd-Richtung.

Höhenprofil deMare Fecunditatis durch das Zentrum in West/Ost- und Nord/Süd-Richtung.

Links

Mare Fecunditatis @ Gazetteer of Planetary Nomenclature
LAC 61 @ USGS
LAC 62 @ USGS
LAC 79 @ USGS
LAC 80 @ USGS

Literatur

Muller, P M; Sjogren, W L (1968): „Mascons: Lunar Mass Concentrations“. In: Mémoires de l’Académie Royale des Sciences. American Association for the Advancement of Science 161 (3), S. 680–684, DOI: 10.1126/science.161.3842.680.

IAU WGPSN (International Astronomical Union Working Group for Planetary System Nomenclature): „Gazetteer of Planetary Nomenclature: The Moon“. Abgerufen am 06.11.2018 von https://planetarynames.wr.usgs.gov/Page/MOON/target.

Janssen

Mondkrater Janssen (im Zentrum) aufgenommen mit einem Orion OMC 200 Maksutov Cassegrain Teleskop und einer ZWO ASI 174 MM Kamera (Mondalter 6,2 d).

Mondkrater Janssen (im Zentrum) aufgenommen mit einem Orion OMC 200 Maksutov Cassegrain Teleskop und einer ZWO ASI 174 MM Kamera (Mondalter 6,2 d).

Janssen ist ein Krater mit einem Durchmesser von 201 km auf der uns zugewandten Seite des Monds mit den selenografischen Koordinaten 44,96° S 40,82° E (IAU WGPSN). Benannt ist er nach dem französischen Astronomen Pierre Jules César Janssen.

Der Krater ist sehr stark erodiert, die Kraterwand ist an einigen Stellen durchbrochen, auf dem Boden des Kraters gibt es eine Rille, deren Ursprung ungeklärt ist (Wood 2003). Innerhalb von Janssen im Nordosten liegt der Krater Fabricius, Brenner und Metis dann weiter außerhalb der Kraterwand. Im Südosten befinden sich die Krater Steinheil und Watt, im Südwesten der Krater Lockyer. Weiter im Osten ist das Vallis Rheita zu finden.

Mondkrater Janssen (im Zentrum) mit Anmerkungen. Aufnahmedaten we oben.

Mondkrater Janssen (im Zentrum) mit Anmerkungen. Aufnahmedaten we oben.

Das Höhenprofil, auf der Basis von Daten der Lunar Reconnaissance Orbiter Camera, in Nord/Süd- bzw. West/Ost-Richtung durch das Zentrum des Kraters zeigt, dass der Krater etwa 4 km tief ist. Er besitzt einen Zentralberg, der sich ungefähr 2,5 km über den Kraterboden erhebt.

Höhenprofil der Mondkraters Janssen durch das Zentrum in West/Ost- und Nord/Süd-Richtung.

Höhenprofil der Mondkraters Janssen durch das Zentrum in West/Ost- und Nord/Süd-Richtung.

Links

Janssen @ Gazetteer of Planetary Nomenclature
LAC 114 @ USGS

Literatur

IAU WGPSN (International Astronomical Union Working Group for Planetary System Nomenclature): „Gazetteer of Planetary Nomenclature: The Moon“. Abgerufen am 30.10.2018 von https://planetarynames.wr.usgs.gov/Page/MOON/target.

Wood, Charles A (2003): The Modern Moon. Sky Publishing.

Pupillendurchmesser





Basierend auf den Arbeiten von Kumnick (1954) und Kadlecová (1958) entwickelte Schaefer (1990) eine Formel zur Berechnung des Pupillendurchmessers des dunkeladaptieren Auge in Abhängigkeit vom Alter des Beobachter. So erstrebenswert ein dunkler Himmel und eine optimale Umgebung auch ist, für meinen Beobachtungsstandort in der Stadt beschreibt IMHO Winn (1994) die damit verbundenen Bedingungen besser. Er berücksichtigt zusätzlich zum Einfluss des Alters auf den Pupillendurchmesser des Auge auch noch die Abhängigkeit von der Umgebungshelligkeit, dh. er beschränkte sich nicht auf das maximal dunkeladaptierte Auge.

Pupillendurchmesser in Abhängigkeit vom Alter für das dunkeladaptierte Auge (Schaefer 1990) und verschiedene Hintergrundhelligkeiten (Winn 1994).

Pupillendurchmesser in Abhängigkeit vom Alter für das dunkeladaptierte Auge (Schaefer 1990) und verschiedene Hintergrundhelligkeiten (Winn 1994).

Besonders interessant sind hier für mich der Pupillendurchmesser bei einer Helligkeit von 9 cd/m$^2$ (= Übergang vom mesopischen zum photopischen Sehen) und 1100 cd/m$^2$ (Leuchtdichte des Mondes = 2500 cd/m$^2$). So erwarte ich bei meinem Alter und bei astronomischen Beobachtungen aus der Stadt heraus einen Pupillendurchmesser im Bereich von 3,5 – 5,5 cm, je nach Mondphase.

Um meinen Pupillendurchmesser zu bestimmen nehme ich mit etwas Mühe ein Selfie mit meinem Smartphone bei reduzierten Lichtverhältnissen auf: Ich ziehe mich in einen dunklen Raum zurück und das Smartphone dient während der Aufnahme zusätzlich noch als Lichtquelle. Die Helligkeit des Smartphones, so meine Einschätzung, ist für meine Beobachtungsbedingungen typisch. Ein Zollstock, an die Stirn gehalten, dient als Referenz.

Messung meines Pupillendurchmessers.

Messung meines Pupillendurchmessers.

Unter diesen Voraussetzungen messe ich bei mir einen Pupillendurchmesser von etwa 5 mm.

Literatur

Kadlecová, V; Peleska, M (1958): „Dependence on Age of the Diameter of the Pupil in the Dark“. In: Nature. Topics in neuro-ophthalmology 182 (4648), S. 1520–1521, DOI: 10.1038/1821520a0.

Kumnick, L S (1954): „Pupillary Psychosensory Restitution and Aging“. In: Journal of the Optical Society of America. 44 (9), S. 735–740, DOI: 10.1364/JOSA.44.000735.

Schaefer, B E (1990): „Telescopic limiting magnitudes“. In: Astronomical Society of the Pacific. 102, S. 212–229, DOI: 10.1086/132629.

Winn, B; Whitaker, D; Elliott, D B; u. a. (1994): „Factors affecting light-adapted pupil size in normal human subjects.“. In: Investigative Ophthalmology & Visual Science. The Association for Research in Vision and Ophthalmology 35 (3), S. 1132–1137.