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Sterntagebuch 31.07.2017

Meine Beobachtungen mache ich aus Güimar (300m NN), Teneriffa heraus, durch eine umlaufende Mauer, Palmen und Finca bin ich dabei recht gut vor direktem Straßen- und Mondlicht geschützt. Die Milchstraße erkenne ich recht gut, im Süden überblicke ich das ganze(!) Sternbild Skorpion. Ich beginne meine Beobachtungen am 31.07.2017 um 22:30UT und beende sie am 01.08.07.2017 um 00:45UT. Zu Beginn steht der Mond zu 62% beleuchtet in einer Höhe von 40° über dem Horizont am Himmel. Mit der App Dark Sky Meter bestimme ich die Helligkeit des schwächsten noch mit dem bloßem Auge sichtbaren Sternn zu diesem Zeitpunkt zu 4,97 mag, die gemessene Flächenhelligkeit des Himmels im Zenit beträgt 17,83 mag/☐”. Die Atmosphäre zeigt eine gute Transparenz bei leichtem Hochnebel.

Aufsuchkarte für Sterntagebucheintrag 31.07.2017

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M17

M17 (NGC 6618) ist eine H II Region mit einem eingebetteten offenen Sternhaufen im Sternbild Schütze an der Position Rektaszension 18h 20m 47s und Deklination -16d 10m 18s J2000.0 (Wu 2009). Aus der Entfernung von etwa 5900 Lichtjahre zum offenen Sternhaufen (Kharchenko 2005 J/A+A/438/1163) und der scheinbaren Größe von 45 arcmin x 35 arcmin für die H II Region (Burnham, R, Jr 1978) ergibt sich für sie eine Größe von 77 Lichtjahre x 60 Lichtjahre.

M17 aufgenommen mit einem Takahashi TOA-150 und einer Finger Lake Instrumentation FLI-ML8300c CCD Kamera. Norden ist oben links, Osten unten links.

M17 aufgenommen mit einem Takahashi TOA-150 Teleskop und einer Finger Lake Instrumentation FLI-ML8300c CCD Kamera. Norden ist oben links, Osten unten links.

Ein Bild mit Anmerkungen findet sich hier.

Der Nebel wurde von de Chéseaux etwa im Jahr 1746 entdeckt (Frommert 2000).

Charles Messier notierte am 3. Juni 1764 zu diesem Sternhaufen: “Lichtschliere ohne Sterne, [mit einer Ausdehnung von] 5 oder 6 Minuten, in Form einer Spindel etwa wie der im Gürtel der Andromade aber mit sehr geringer Helligkeit; in der Nähe es gibt dort zwei Sterne parallel zum Äquator. An einem guten Himmel erkennt man den Nebel sehr gut mit einem Teleskop von 3,5 Fuß [Brennweite] …”1 (Messier 1781).

John Louis Dreyer beschrieb NGC 6618 in seinem New General Catalog: “Very much remarkable, bright, extremely large, extremely irregular figure, two hooked; = M17”2 (Dreyer 1888 VizieR VII/118).

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