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Trumpler-Klassifizierung offener Sternhaufen

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts führte Trumpler eine Klassifizierung von offenen Sternhaufen nach ihrem Erscheinungsbild ein (Trumpler 1930). Diese Klassifikation differenziert die Sternhaufen nach Ballungsgrad (I – IV), Helligkeit (1-3) und Anzahl der Haufensterne (p, m, r) sowie nach einem ggf. verbundenem Nebel (N). Jeder offene Sternhaufen ist durch eine Kombination von drei (bzw. vier) Symbolen klassifiziert, die den oben erwähnten Kriterien entsprechen.

Klassifikation

Ballungsgrad

I Der Sternhaufen ist von dem ihn umgebenden Sternfeld losgelöst und zeigt eine starke zentrale Konzentration.

II Der Sternhaufen ist von dem ihn umgebenden Sternfeld losgelöst und zeigt eine geringe zentrale Konzentration.

III Der Sternhaufen ist von dem ihn umgebenden Sternfeld losgelöst und zeigt keine bemerkbare Konzentration, die Sterne sind mehr oder weniger dünn und annähernd gleichmäßig verstreut.

IV Der Sternhaufen ist von dem ihn umgebenden Sternfeld nicht gut losgelöst.

Helligkeit der Haufensterne

1 Die meisten Haufensterne besitzen etwa die selbe scheinbare Helligkeit.

2 Die Helligkeit der Haufensterne erstreckt sich über einen mittleren Bereich.

3 Der Sternhaufen setzt sich aus hellen und schwachen Sternen zusammen, im allgemeinen sind wenige helle und einige weniger helle Sterne in schwächere Sterne eingebettet.

Anzahl der Haufensterne

p Zu dem Sternhaufen gehören weniger als 50 Sterne.

m Zu dem Sternhaufen gehören zwischen 50 und 100 Sterne.

r Zu dem Sternhaufen gehören mehr als 100 Sterne.

Sonstiges

N Mit dem Sternhaufen ist ein Nebel verbunden.

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M39

M39 (NGC 7092) ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Schwan an der Position Rektaszension 21h 31m 48s und Deklination +48d 26m 00s J2000.0 (Wu 2009). Aus der Entfernung von etwa 1000 Lichtjahre zum offenen Sternhaufen (Kharchenko 2005 J/A+A/438/1163) und der scheinbaren Größe von 31 arcmin (Kepple 1998) ergibt sich für ihn ein Durchmesser von 9 Lichtjahre.

M39 aufgenommen mit einem Takahashi FSQ-106 Teleskop und einer SBIG STL-11000M CCD Kamera. Norden ist oben, Osten links.

M39 aufgenommen mit einem Takahashi FSQ-106 Teleskop und einer SBIG STL-11000M CCD Kamera. Norden ist oben, Osten links.

Ein Bild mit Anmerkungen findet sich hier.

Charles Messier entdeckte den offenen Sternhaufen am 24. Oktober 1764: “Ansammlung von Sternen nahe dem Schwanz des Schwans; man sieht sie mit einem gewöhnlichen Fernrohr mit dreieinhalb Fuß [Brennweite]”1 (Messier 1781).

William Herschel beobachtet das Objekt am 27. September 1788 (Sweep 866): “Consists of such large and straggling stars that I could not tell where it began nor where it ended. It cannot be called a cluster” (Herschel, William 2009).

John Herschel beobachtete den Sternhaufen am 14. September 1829 (Sweep 209) und katalogisierte ihn als h 2126: “A star of 7th mag, one of a large loose cluster of Stars from 7th to 10th mag; very coarsely scattered, and filling many fields [of view]”2 (Herschel, John 1833).

John Louis Dreyer beschrieb M39 in seinem New General Catalog: “Cluster, very large, very poor, very Little compressed, stars from 7th to 10th magnitude; = M39”3 (Dreyer 1888 VizieR VII/118).

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Sterntagebuch 22.08.2017

Meine Beobachtungen mache ich aus Konstanz heraus. Mein Standort ist ein offener Balkon mit freiem Blick Richtung Süden, Westen und Norden, nach Osten kann ich nur eingeschränkt beobachten. Im Westen steht ein Geschäftshochhaus mit einer auf dem Dach montierten blau leuchtenden Werbeschrift, die aber zusätzlich zu der sonstigen städtischen Lichtverschmutzung nur minder stört. Ich beginne meine Beobachtungen am 22.08.2017 20:45UT und beende sie um 21:30UT. Zu Beginn ist der Mond zu 1% beleuchtet und befindet sich 7° unterhalb des Horizonts. Mit der App Dark Sky Meter bestimme ich die Helligkeit des schwächsten noch mit dem bloßem Auge sichtbaren Stern zu diesem Zeitpunkt zu 6,14 mag, die gemessene Flächenhelligkeit des Himmels im Zenit beträgt 20,17 mag/☐”. Die Atmosphäre zeigt eine gute Transparenz.

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