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Trumpler-Klassifizierung offener Sternhaufen

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts führte Trumpler eine Klassifizierung von offenen Sternhaufen nach ihrem Erscheinungsbild ein (Trumpler 1930). Diese Klassifikation differenziert die Sternhaufen nach Ballungsgrad (I – IV), Helligkeit (1-3) und Anzahl der Haufensterne (p, m, r) sowie nach einem ggf. verbundenem Nebel (N). Jeder offene Sternhaufen ist durch eine Kombination von drei (bzw. vier) Symbolen klassifiziert, die den oben erwähnten Kriterien entsprechen.

Klassifikation

Ballungsgrad

I Der Sternhaufen ist von dem ihn umgebenden Sternfeld losgelöst und zeigt eine starke zentrale Konzentration.

II Der Sternhaufen ist von dem ihn umgebenden Sternfeld losgelöst und zeigt eine geringe zentrale Konzentration.

III Der Sternhaufen ist von dem ihn umgebenden Sternfeld losgelöst und zeigt keine bemerkbare Konzentration, die Sterne sind mehr oder weniger dünn und annähernd gleichmäßig verstreut.

IV Der Sternhaufen ist von dem ihn umgebenden Sternfeld nicht gut losgelöst.

Helligkeit der Haufensterne

1 Die meisten Haufensterne besitzen etwa die selbe scheinbare Helligkeit.

2 Die Helligkeit der Haufensterne erstreckt sich über einen mittleren Bereich.

3 Der Sternhaufen setzt sich aus hellen und schwachen Sternen zusammen, im allgemeinen sind wenige helle und einige weniger helle Sterne in schwächere Sterne eingebettet.

Anzahl der Haufensterne

p Zu dem Sternhaufen gehören weniger als 50 Sterne.

m Zu dem Sternhaufen gehören zwischen 50 und 100 Sterne.

r Zu dem Sternhaufen gehören mehr als 100 Sterne.

Sonstiges

N Mit dem Sternhaufen ist ein Nebel verbunden.

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NGC 1664

NGC 1664 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann mit der Position Rektaszension 04h 51 06s und Deklination +43d 40m 30s J2000.0 (Wu 2009 VizieR J/MNRAS/399/2146). Bei einer Entfernung von 1200 parsec (Kharchenko 2013 Vizier J/A+A/558/A53) und einem scheinbaren Durchmesser von 11 arcmin erstreckt sich NGC 1664 mit seinen 266 Haufensternen über 12,5 Lichtjahre (Dias 2014 Vizier J/A+A/564/A79).

William Herschel entdeckte das Objekt am 24. Oktober 1786 und notierte dazu: “A cluster of pretty large scattered stars not very rich” 1 (Herschel 1789).

John Louis Dreyer beschrieb NGC 1664 in seinem New General Catalog: “Cluster, little rich, little compressed, pretty large” 2 (Dreyer 1888 VizieR VII/118).

NGC 1664 aufgenommen mit einem Takahashi Mewlon 300 Teleskop und einer SBIG ST-1000 CCD Kamera. Norden ist oben, Osten links.

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Notes:

  1. A Cl. of pL. sc. st. not v. rich
  2. Cl, lRi, lC, pL