Schlagwort-Archive: Olympus 10×50 DPS I

Sterntagebuch 23.11.2017

Meine Beobachtungen mache ich aus Konstanz heraus. Mein Standort ist ein offener Balkon mit freiem Blick Richtung Süden, Westen und Norden, nach Osten kann ich nur eingeschränkt beobachten. Im Westen steht ein Geschäftshochhaus mit einer auf dem Dach montierten blau leuchtenden Werbeschrift, die aber zusätzlich zu der sonstigen städtischen Lichtverschmutzung nur minder stört. Ich beginne meine Beobachtungen am 23.11.2017 02:45UT und beende sie um 03:15UT. Zu Beginn ist der Mond zu 18% beleuchtet und befindet sich 61° unterhalb des Horizonts. Mit der App Dark Sky Meter bestimme ich die Helligkeit des schwächsten noch mit dem bloßem Auge sichtbaren Stern zu diesem Zeitpunkt zu 6,29 mag, die gemessene Flächenhelligkeit des Himmels im Zenit beträgt 20,48 mag/☐”. Die Atmosphäre zeigt eine gute Transparenz bei leichter Schleierbewölkung (Temperatur 2° C, Luftfeuchtigkeit 96%, Luftdruck 1014 hPa, Wind 4 km/h N)

Weiterlesen

Sterntagebuch 30.08.2017

Meine Beobachtungen mache ich aus Konstanz heraus. Mein Standort ist ein offener Balkon mit freiem Blick Richtung Süden, Westen und Norden, nach Osten kann ich nur eingeschränkt beobachten. Im Westen steht ein Geschäftshochhaus mit einer auf dem Dach montierten blau leuchtenden Werbeschrift, die aber zusätzlich zu der sonstigen städtischen Lichtverschmutzung nur minder stört. Ich liege rittlings auf dem Boden, habe ein Kissen unter den Kopf gelegt und beobachte mit einem Fernglas. Ich beginne meine Beobachtungen am 30.08.2017 01:30UT und beende sie um 02:15UT. Zu Beginn ist der Mond zu 57% beleuchtet und befindet sich 30° unterhalb des Horizonts. Mit der App Dark Sky Meter bestimme ich die Helligkeit des schwächsten noch mit dem bloßem Auge sichtbaren Stern zu diesem Zeitpunkt zu 6,06 mag, die gemessene Flächenhelligkeit des Himmels im Zenit beträgt 20,01 mag/☐”. Die Atmosphäre zeigt eine gute Transparenz bei leichtem Hochnebel.

Weiterlesen

M8

M8 (NGC 6523) ist ein H II Emissions-/Reflektionsnebel im Sternbild Schütze mit der Position Rektaszension 18h 03m 37s und Deklination -24d 23m 12s J2000.0. Die Entfernung zu M8 beträgt 4310 Lichtjahre (Kharchenko 2005) und bei einer scheinbaren Ausdehnung von 80’ x 40’ (Burnham 1978) erstreckt er sich über 100 x 50 Lichtjahre.

M8 aufgenommen mit einem Takahashi FSQ-106 ED Refraktor und einer SBIG STL-11000M CCD Kamera. Norden ist oben, Osten links.

Ein Bild mit Anmerkungen findet sich hier.

Der historisch erste Bericht stammt von Giovanni Hodierna aus dem Jahr 1654 (Hodierna 1654).

Charles Messier entdeckte das Objekt am 23. May 1764 und notierte: “Sternhaufen, der in einer nebulösen Form erscheint wenn man ihn mit einem gewöhnlichen Teleskop von 3 Fuß [Brennweite] betrachtet; aber mit einem ausgezeichneten Instrument sieht man nichts als eine große Anzahl kleiner [schwacher] Sterne; in der Nähe dieser Anhäufung ist ein recht glänzender Stern umgeben mit einem sehr schwachen Licht; dies ist der neunte Stern des Schützen von siebenter Größe nach Flamsteed; die Anhäufung erscheint unter einer länglichen Form, die sich von Nord-Ost nach Nord-West ausdehnt, zwischen dem Boden des Schützen und dem rechten Fuß des Schlangenträgers” 1 (Messier 1781).

William Herschel beobachtet das Objekt am 22 Mai 1784: “[…] L. E. pB” 2. The nebulosity of the milky kind, there are some pB [pretty Bright] stars in it, but they seem to have no connection with it, being of very different sizes and colours and resembling the other stars that are everywhere scattered about in this neighborhood. This is probably the star surrounded with nebulosity mentioned by Messier. There is indeed one of the stars which are in the nebula that is somewhat larger than the rest and may be the only one he saw […]” (Herschel 2009).

John Louis Dreyer schließlich vermerkte in seinem New General Catalog, NGC 6523: “Magnificient, very bright, extremely large, extremely irregular figure, with large cluster” 3 (Dreyer 1888 VizieR VII/118).

Weiterlesen

Notes:

  1. Amas d’étoiles qui paroît sous la form nébuleuse en regardant avec une lunette ordinaire de trois pieds; mais avec un excellent instrument on n’y remarque qu’une grande quantité de petites étoiles; auprès cet amas est une étoile assez brillant, environée d’une lumière très-faible; c’est la neuvième étoile de Sagittaire, de septième grandeur, suivant Flamsteed; cet amas paroît sous la forme alongée qui s’étend du Nord-est au Soud-ouest, entre l’arc du Sagittaire & le pied droit d’Ophiucus
  2. Large, Extended, pretty Bright
  3. !!! vB, eL, eiF, with L Cl